In der Broschüre „E-Commerce: Wer hilft mir weiter?“ geht es um Hilfestellung in der digitalen Welt, beispielsweise bei Identitätsdiebstahl, Fake-Shops und anderen Betrügereien im Internet. Auf 44 Seiten wird auch über Gütesiegel im Online-Handel, Online-Streitbeilegung oder Aufsichtsbehörden informiert. Herausgeber ist die eCommerce-Verbindungsstelle Deutschland (Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz e. V.), welche die Broschüre zum kostenlosen Download zur Verfügung stellt.

Das Internet hat durch die Corona-Krise einen enormen Schub erfahren. In Zeiten des Lockdowns schätzen Verbraucherinnen und Verbraucher das Online-Shopping mehr denn je.

Doch wer hilft, wenn man auf Internet-Kriminelle hereingefallen ist? Beispielsweise im „Fake-Shop“ bezahlte Ware nicht geliefert wird oder sich minderwertige Produkte in der Lieferung befinden?

(Foto: Pixabay, Grabowska)

Die Broschüre „E-Commerce: Wer hilft mir weiter?“ gibt viele hilfreiche Tipps, wenn es auf den digitalen Marktplätzen zu Schwierigkeiten kommt.

Wie unterscheiden sich „Fake-Shops“ von seriösen Unternehmen?

Die Vertrauenswürdigkeit eines Shops untermauern zahlreiche Gütesiegel:

Trusted Shops Guarantee:
Trusted Shops erfüllen über die gesetzlichen Anforderungen hinaus zusätzliche Qualitätskriterien. Beispielsweise sind bis zu 100 Euro pro Einkauf im Kundenservice abgesichert.
Gütesiegel geprüfter EHI Online-Shop:
Das Gütesiegel für kundenfreundliche Online-Shops, die u.a. Tracking-Tools rechtskonform und sichere Datenübertragung besitzen.
TÜV Süd s@fer-shopping:
Bei „Safer-Shopping“ sind Daten-, Systemsicherheit und Datenschutz besonders hoch.
Ecommerce Europe Trustmark:
Gütesiegel für europäischen E-Commerce-Verhaltenskodex und ethische Standards im digitalen Handel.

An wen wenden, wenn Internet-Angebote Misstrauen wecken?

Ob Misstrauen oder tatsächlicher Betrugsfall, die „Online-Wache“ der Polizei ist eine spezielle Internet-Plattform, auf der man Anzeigen erstatten oder Hinweise in Verdachtsfällen weitergeben kann. Andere Online-Einkäufer können so vor möglichen Betrügern gewarnt werden.
Auch die Verbraucherzentralen der Bundesländer sind gute Anlaufstellen zu Fake-Shops.

Wie lässt sich einem Identitätsdiebstahl im Internet nachgehen?

Beim Identitätsdiebstahl nutzen Betrüger beispielsweise gestohlene Kontodaten, um im Namen einer anderen Person einzukaufen. Folgende Angebote ermöglichen einen „Identity-Check“:

Hasso-Plattner-Institut:
Der „Identity Leak Checker“ des HPI ermöglicht es, über die eigene E-Mail-Adresse zu prüfen, ob persönliche Identitätsdaten bereits im Internet kursieren.
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik:
Unter der BSI-Rubrik „Risiken-Identitätsdiebstahl“ finden sich hilfreiche Informationen, wenn man Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden ist.
Infos zum Inhaber einer Domain:
Die DENIC eG verwaltet alle Domains mit „de“-Länderkennung. Unter „Service » whois-Service“ lassen sich – vorausgesetzt eine Rechtsverletzung kann glaubhaft gemacht werden – Auskünfte über den Inhaber einer Domain anfordern.

Welche Anlaufstellen zur Online-Streitbeilegung gibt es?

  • Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland: EVZ unterstützt Verbraucher bei der außergerichtlichen Streitbeilegung mit Unternehmen – ein kostenloser Service.
  • Plattform der Europäischen Kommission zur Online-Streitbeilegung: ODR-Plattform führt Verbraucher, Unternehmer und Schlichtungsstellen zusammen; Überblick über anerkannte Schlichtungsstellen.
  • Universalschlichtungsstelle des Bundes:  Die Universalschlichtungsstelle wird dann aktiv, wenn es keine branchenspezifischen Anlaufstellen gibt.

Zur eCommerce-Verbindungsstelle:
Die eCommerce-Verbindungsstelle Deutschland, am Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz e. V., wird vom Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz finanziell gefördert. Sie berät kostenlos rund um den Online-Handel.

Kostenloser Download: 44seitige Broschüre Wer hilft mir weiter? (evz.de)

Quelle: eCommerce-Verbindungsstelle Deutschland, c/o Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz e. V. Kehl, www.ecom-stelle.de.